In der Bundesrepublik Deutschland ist Brustkrebs der häufigste bösartige Tumor bei Frauen: Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts Berlin erkranken jährlich mehr als 55.000 Frauen neu daran. Zunehmend sind auch jüngere Frauen betroffen. In den vergangenen Jahren haben sich die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten immer weiter verbessert, sodass eine immer größere Zahl von Frauen geheilt wird.
Mammografie-Screening
2005 wurde das Mammografie-Screening (Röntgenuntersuchung der Brust zur Früherkennung von Krebszellen oder –geschwüren) europaweit eingeführt. Jetzt liegen erste Ergebnisse vor. Obwohl jedes Jahr noch 17.000 Frauen an Brustkrebs sterben, konnten deutlich mehr Frauen durch die Erkennung der Krankheit in einem frühen Stadium geheilt werden.
Grund dafür ist, dass durch das Mammografie-Screening bereits Tumore entdeckt werden können, die kleiner als ein Zentimeter und fast nicht zu ertasten sind. Die Prognose auf Heilung ist folglich viel besser. Denn nach wie vor gilt, je früher die Behandlung beginnt desto besser sind die Chancen.
Das Mammografie-Screening ist für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren alle zwei Jahre kostenfrei. Etwa die Hälfte der Frauen lassen sich untersuchen.
Denn sie wissen: regelmäßige Krebsvorsorge gepaart mit einer gesunden Lebensweise (Ernährung und Bewegung) erhöht die Chance auf gesundes und langes Leben.
Zertifizierte Brustkrebszentren in der Bundesrepublik
Auf der Seite www.krebsgesellschaft.de [1] finden Sie die von der Deutschen Krebsgesellschaft anerkannten Brustkrebszentren. Diese Zentren erfüllen die fachlichen Anforderungen an Brustkrebszentren und verfügen über ein anerkanntes Qualitätsmanagementsystem.
Einführung und Aufbau der Brust
Das Verständnis für die Erkrankung Brustkrebs, die Diagnostik, die Behandlung und Nachsorge wird leichter, wenn Sie sich mit Aufbau und Funktion der Brustdrüse (Mamma) vertraut machen.
Brustkrebs - warum entsteht er?
An Brustkrebs zu erkranken, ist keine Frage der “Schuld“ oder des falschen Handelns, und es ist auch kein unabwendbares Schicksal, in das man sich fügen muss. Lernen Sie durch Selbstuntersuchungen den Krebs frühzeitig zu erkennen.
Wie zuvor erwähnt, spielt die Früherkennung die wichtigste Rolle im Kampf gegen Krebserkrankungen der Brust. Den wichtigsten Beitrag zur frühzeitigen Entdeckung eines Tumors können Sie selbst leisten.
Bei Verdacht oder Hinweisen auf eine Brustkrebserkrankung wird Ihr Arzt mit Ihnen über die Untersuchungen sprechen, die notwendig sind, um die Diagnose zu sichern. Außerdem gibt es die körperliche Untersuchung, bildgebende Verfahren und die Biopsie.
Die Mitteilung, dass Sie an Krebs erkrankt sind, wird Ihr Leben sicherlich deutlich verändern. Plötzlich tritt etwas Schicksalhaftes und vom eigenen Willen nicht Beeinflussbares in Ihr Leben.
Im Mittelpunkt des Programms steht die gemeinsame Entscheidungsfindung zwischen Patientin und Arzt, um diejenige Therapie einzuschlagen, die für die Patientin am besten und geeignetsten ist.
Nach einer Brustamputation stellt sich für die betroffenen Frauen die Frage: Lasse ich meine Brust wieder aufbauen oder entscheide ich mich stattdessen für eine Prothese?
Die Strahlenbehandlung gehört seit rund 80 Jahren neben der Operation zur Standardbehandlung bei Brustkrebs.
Wenn im Körper noch Tumorzellen verblieben sind, können diese — ergänzend zu Operation und Strahlentherapie — durch Medikamente bekämpft werden, die sich im gesamten Körper verteilen (systemisch wirken).
Im Mittelpunkt der einzelnen Nachsorgeuntersuchungen steht die Besprechung mit der Patientin.
Ziel der regelmäßigen Nachuntersuchungen ist es, eventuell aufgetretene Absiedelungen des Tumors (Metastasen) oder das Wiederauftreten des Tumors (Rezidiv) in der Brust frühzeitig zu entdecken. Das rechtzeitige Erkennen kann ein entscheidender Vorteil sein.
Tumorbedingte Beschwerden wie beispielsweise Schmerzen sollen frühzeitig und ausreichend entsprechend internationalen Standards behandelt werden, denn dann lassen sie sich völlig beheben oder zumindest sehr viel deutlicher lindern als bei unregelmäßiger oder zu später Behandlung.
Rasche, kompetente Hilfestellung, Unterstützung und Beratung erhalten Krebspatienten und ihre Angehörigen bei der Deutschen Krebshilfe. Selbstverständlich kostenlos.
Auch Ihre Vaillant BKK steht Ihnen bei diesem Thema mit Rat und Tat zur Seite. Erfahren Sie mehr zu BKK medPlus [4]für Brustkrebs-Patientinnen.
Wie Sie Ihre Brust selbst untersuchen können, erfahren Sie auf der Internetseite der Krebsgesellschaft Nordrhein-Westfalen e. V. [5]
